Chorleitung

Seit 2003 widme ich mich intensiv dem Aufbau und der künstlerisch-stimmbildnerischen Leitung verschiedener Chöre und Ensembles.

2003 gründete ich mit einigen Akteuren des Musicalprojektes Neunkirchen das Vokalensemble des Musicalprojektes Neunkirchen VEMP, welches ich als Ensemble Stimmgewand(t) bis 2009 betreute und das bis heute durch rege Konzerttätigkeit einen festen Platz in der Saarländischen Chorlandschaft einnimmt.

Mit meinem Umzug von Saarbrücken nach Neustadt an der Weinstraße 2008 bot sich mir die Gelegenheit, zum ersten Mal mit dem gemischten Chor CantoDelMondo Wachenheim zusammenzuarbeiten. Bis 2012 erarbeiteten wir uns ein abwechslungsreiches Repertoire und konnten mit regelmäßigen Konzertprojekten nach und nach ein breites Publikum für unser besonderes musikalisches Konzept begeistern.

CantoDelMondo bedeutet in der deutschen Übersetzung „Gesang der Welt“, „Gesang von der Welt“ oder „Weltgesang“. Dieser Name unseres aus 42 Sängerinnen und Sängern bestehenden Chores steht für unser musikalisches und mitmenschliches Selbstverständnis: Wir wollen mit unseren Konzertprogrammen stil-, epochen- und kulturübergreifende Chormusik zusammenführen und unsere Begeisterung für musikalische Ausdrucksvielfalt und die unterschiedlichsten sängerischen Anforderungen mit unserem Publikum teilen. Gleichzeitig ist es uns wichtig, mit unserer Musik jene Werte und Ideale zum Klingen zu bringen, welche unsere Welt „im Innersten zusammenhalten“ und in Harmonie und Frieden leben lassen.

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Während meiner Jahre in Paris (2012-2015) hatte ich die schöne Aufgabe, für die École de musique franco-allemande EMFA einen gemischten Chor ins Leben zu rufen. Mit dem Ensemble vocal de l’EMFA erarbeitete ich mehrere Konzertprogramme, die in ihrer musikalischen und sprachlichen Vielfalt die besondere Atmosphäre multikultureller Mitmenschlichkeit rund um die Internationale Deutsche Schule Paris iDSP illustrierten und zu unvergesslichen Konzerterlebnissen führten.

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Seit 2016 darf ich wieder als künstlerischer Leiter mit dem gemischten Chor CantoDelMondo Wachenheim arbeiten und bereits angestoßene Entwicklungen weiterführen. Eine große Freude!

Unser nächstes Konzertprojekt für Mai 2019 trägt den Titel

ABSCHIED UND URSPRUNG

John Rutters REQUIEM trifft frühbarocke Madrigale von Monteverdi, Hassler und Schütz

Konzerttermine:

Sonntag, 5. Mai 2019, 17 Uhr, Burgkirche Bad Dürkheim

Freitag, 10. Mai, 19.30 Uhr, Edith-Stein-Kirche Wachenheim

Sie suchen einen ambitionierten Chor, der sich sowohl durch musikalischen und sängerischen Anspruch, als auch durch eine angenehme mitmenschliche Atmosphäre und Verbindlichkeit auszeichnet?

Sie bringen selbst Chorerfahrung mit und möchten sich auch stimmlich weiterentwickeln?

Besonders suchen wir momentan ein bis zwei hohe Tenöre und tiefe Bässe.

Wenn Sie sich angesprochen fühlen, kontaktieren Sie mich telefonisch unter 0172 68 49 305 oder unter Kontakt.

Mit unserem letzten Projekt, das Andreas Rombergs Vertonung von Schillers LIED VON DER GLOCKE gewidmet war, wagten wir uns an ein neues Genre heran und erarbeiteten uns ein in sich geschlossenes Werk. Auch wenn Schillers Text in der heutigen Zeit in manchen Punkten nicht mehr mit den gesellschaftlichen Entwicklungen übereinstimmen mag, so trägt er dennoch die zeitlose Botschaft von Freiheit, Solidarität und Frieden in sich. Die Vertonung von Romberg wird der Vielschichtigkeit und Universalität dieses „Nationalgedichtes“ durch eine farbenreiche und mitreißende musikalische Sprache gerecht. Mit seiner Vertonung lässt Romberg den Zuhörer dieses sehr bekannte Gedicht neu entdecken: im Wechsel zwischen Solisten und Chor offenbart sich das Spannungsfeld, in welchem auch der moderne Mensch stets lebt: Das Individuelle und das Kollektive, das Persönliche und das Allgemeine.

Wir musizierten das Werk – es ist eigentlich mit Orchesterbegleitung komponiert – in der Fassung für Klavier, wodurch es uns möglich wurde, mehrere Aufführungen an sehr unterschiedlichen Orten anbieten zu können: am 14. April 2018 im Dürkheimer Haus, am 20. April im GDA Wohnstift Neustadt und am 22. April in der Sektkellerei Schloss Wachenheim.

Als Reminiszenz an unseren Namen CantoDelMondo lockerten wir das durchkomponierte Stück an geeigneten Stellen durch musikalische „Kommentare“ auf, wodurch wir Schillers und Rombergs Werk in den Kontext musikalischer und stilistischer Vielfalt stellten und dadurch seine bleibende Aktualität zu unterstreichen versuchten. Da erklang zum Beispiel die Chorfassung eines chinesischen Kinderliedes oder eines hebräischen Hochzeitsgesanges, aber auch das Publikum wurde zum Einstimmen in Schillers ODE AN DIE FREUDE, die in der Beethoven’schen Vertonung zur Hymne eines geeinten Europa wurde, eingeladen.

Wie Schiller anhand des Glockengusses das menschliche Leben mit all seinen Stationen, Aufgaben, Freuden und Nöten, Verlusten und Beglückungen beschreibt und dabei überraschende Koinzidenzen zwischen dem handwerklichen Ablauf und dem menschlichem Werden und Vergehen aufspürt, so entspricht dieses Werk vollkommen dem Selbstverständnis von CantoDelMondo und wurde uns und unserem Publikum tatsächlich zu einem „Gesang von der Welt“.